Polizeisportvereinigung St. Pölten

Sektion Modellbau

 

Linzer Straße 47

3100 St. Pölten

 


 Chronik der Sektion Modellbau

 

 

 

von 2005 bis 2014

 

2005:

Viel Neues wurde nicht geschaffen, dafür aber viel gefeiert! Unsere Sektion wurde heuer 20 Jahre alt! Viele honorige Damen und Herren wurden eingeladen: an der Spitze unser neuer Polizeidirektor Dr. Johann Schadwasser, unser Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, sowie weitere Vertreter von Gemeinde und Land NÖ. Einige Hersteller besuchten uns, den weitesten Weg hatten die Eigentümer der Firma Heris, die Familie Richthammer. Sie kamen aus Mönchengladbach.

Abb. 33, unsere Ehrengäste
Abb. 33, unsere Ehrengäste

Nach den Festreden wurde ein Taurus mit dem neuen Sektionslogo von zarter Frauenhand aus der Taufe ge­hoben. Damit den Gästen un­sere Veranstaltung möglichst lange in Erinnerung bleibt, wurde jedem Gast ein Stück original ÖBB Fahrdraht mit­gegeben


 

Es konnten viele nette Kontakte entweder gepflegt oder neu geknüpft werden.

An der Anlage wurde das Sägewerk bei Mürzzuschlag ausgebaut. Der Betrieb florierte so gut, dass vom Besitzer eine neue Halle mit leistungsstarker Säge und ein moderner Portalkran angeschafft wurden.

 

Abb.34, ein fortschrittlicher Betrieb
Abb.34, ein fortschrittlicher Betrieb

Auch in Semmering entwickelt sich die Stadt weiter. Neue Häuser entstanden, neue Straßen wurden gebaut (momentan noch Baustelle), ein Reitstall siedelte sich an.

Abb. 35, Straßenbaustelle
Abb. 35, Straßenbaustelle

 

Die letzte große Blockelektronik, die im vorigen Jahr aus Zeitmangel zurückgestellt werden musste, wurde in Betrieb genommen. Jetzt fehlt nur mehr für kürzere Strecken eine elektronische Überwachung. Und noch ein weiteres großes Projekt, die Fahrstraßensteuerung im Bahnhof Semmering, wurde realisiert. Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat sie sogar auf Anhieb funktioniert.

 

2006:

 

 Einige kleinere Projekte wurden fertig gestellt. So z.B. die Fahrdrahtabspannung auf der Paradestrecke der Westbahn, Einbindung der Oberleitungsmeisterei in St. Pölten Hauptbahnhof, Zufahrt zum Sägewerk, der Lokschuppen in Mürzzuschlag restauriert etc. Unsere Eingangstür bekam einen neuen Glanz und eine neue Türschnalle.

 

 Größere Objekte wurden auch begonnen. Die Bahnsteige des Alpenbahnhofes wurden überarbeitet. Rund um unser Sägewerk wurden eine neue Staumauer und ‑wehr errichtet, ein Bahnübergang eingebaut, viele Holzstöße gebaut, eine Sägewerkshalle errichtet, die Verladestelle erweitert, Schrebergärten angesiedelt....

 

Unser größtes Projekt war jedoch der Ersatz unseres Zirkuses. Wir planten seit Be­ginn diese große Fläche variabel zu gestalten, um unseren Besuchern gelegentlich Neues bieten zu können. Unser neuer Teil beherbergt die „1. St. Pöltner Oldtimer Ausstellung“. Bei dieser Gelegenheit bauten wir eine Autobusverbindung ein: Ein kleines Stückchen Faller® Carsystem!

Abb. 36, 1.St.Pöltner Oldtimer Ausstellung
Abb. 36, 1.St.Pöltner Oldtimer Ausstellung

 

Leider gibt es auch über zwei weniger berühmte Ereignisse zu berichten: Zum Ersten gab es leider vergebliche Versuche die Signale im Bahnhof Semmering zu aktivieren, aber im Endeffekt wurde dabei nur Schaden angerichtet. Bevor der Feler gefunden wurde sind die Antriebsspulen von vier Flügelsignalen abgebrannt. Im Zuge dieser Versuche sind wir auf gravierende Fehler im Konzept der Fahrspannungsversorgung gestoßen, sodass auch ein händischer Fahrbetrieb nicht möglich war. Woran denkt der Elektroniker...?

 

Zum Zweiten: Ein Mitglied gab sich größte Mühe die Gleise bzw. den Gleiskörper vorbildgerecht zu verschmutzen. Es gelang ihm optisch tadellos. Beim Vorbild ist der Gleisschotter ja durch Abrieb der Bremsklötze bräunlich, bei Haltestellen durch herabtropfendes Öl sehr dunkel verschmutzt. Es hat alles realistisch ausgesehen. Jedoch ist dieses (Verschmutzungs-) Pulver metallisch und wurde von den „böse gesinnten“ Magneten unter unseren Lokomotiven zum größten Teil wieder aufgesammelt.

Wir müssen uns da was einfallen lassen!

Abb. 37, unsere Gleisalterung, man beachte, wie schön zwischen den Gleisen "aufgeräumt" ist
Abb. 37, unsere Gleisalterung, man beachte, wie schön zwischen den Gleisen "aufgeräumt" ist

 

An den Tagen der offenen Tür wurden heuer erstmals unsere Besucher befragt, um fundierte Statistiken erstellen zu können. Erfasst wurden die Anzahl der Besucher, deren Herkunft sowie Häufigkeit der Besuche. Dieses Jahr kamen ca. 950 große und kleine Besucher zu uns. Natürlich kommt die Mehrzahl der Gäste aus St. Pölten und Umgebung, rund 25% kommen von „weiter“, nämlich Gänserndorf, Graz, Vöklamarkt und Vitis (um nur die entferntesten im Uhrzeigersinn zu nennen). Auf Grund der interessanten Ergebnisse wurde beschlossen auch nächstes Jahr wieder eine Befragung durchzuführen. Somit kann statt dieser einen Momentaufnahme auf einen aussagekräftigeren Trend übergegangen werden.

 

Solche Befragungen samt darauf folgenden Auswertungen werden nicht zur Bekämpfung von Langeweile durchgeführt, sondern dienen als Argumente bei der Sponsorensuche und für strategische Überlegungen.

 

2007:

 

Am 16.2.2007 erfolgte die Neuwahl des Vorstandes: Dr. Ingo Hanke wurde erwartungsgemäß wieder in seiner Funktion bestätigt, sogar einstimmig. Einige Posten wurden neu besetzt, ein Mix aus Kontinuität und frischem Wind.

 

 Die Mitgliedszahl ist auf 33 angestiegen (alphabetisch):

 

Michael Diel, Ing. Günter Draxler, Josef Fajtl, Dr. Markus Goller (heuer promoviert!), Manfred Gotsch, Obst i. R. Franz Grabenhofer, Ing. Christoph Hadek, Ing. Erwin Hadek, Herbert Hadek, Dr. Ingo Hanke, Karl Heindl, Stefan Herz, Wolfgang Hikl, Norbert Hirschl, Wolfgang Hofkirchner, Josef Hollaus, Ernst Horn, Kurt Hufnagl, Ing. Helmut Izaak, Dr. Wolfgang Krempl, Ing. Wolfgang Länger, Heribert Lanzhotsky, Michael Minihofer, Robert Morawetz, Franz Pittner, Wolfgang Proisl, Josef Rauch, Martin Schöbinger, Dipl.-Ing. Johann Sonnleitner, Franz Trauner, Dr. Helmut Uschold, Hannes Weber, Herbert Zuzmann

Abb. 38, unsere Bekohlungsanlage vom Typ Teudelhoff
Abb. 38, unsere Bekohlungsanlage vom Typ Teudelhoff

 

Die baulichen Aktivitäten wirkten optisch sehr auffallend. Auf der linken Seite wurden im Bahnhof Mürzzu­schlag Bahnsteige errichtet, die Zugs­förderung ausgebaut, Signale zum Einbau vorbereitet und die Oberleitung in Angriff genommen. Alle Masten stehen schon; was noch fehlt, ist der Fahrdraht. 


Das Sägewerk und die Schrebergärten wurden ebenso überarbeitet wie die Gegend um die Haltestelle in Richtung Semmering. Letztgenannte Tätigkeit wurde möglich, weil wir eine flexibel einsetzbare Bearbeitungsbühne gebaut haben, um zu entlegenen Stellen der Anlage gelangen zu können.

Abb. 39, als Schrebergartenbesitzer hat man immer was zu tun...
Abb. 39, als Schrebergartenbesitzer hat man immer was zu tun...

 

Die Grubenbahn wurde endlich in Betrieb genommen. Somit konnte erstmals Betrieb gemacht werden. Kleine Restarbeiten sind noch offen, wie z.B. die Spannungs­versorgung und Beleuchtung.

Auf  der rechten Seite, gleich beim Eingang, wurden die Gleise der Ostseite vom Bahnhof St. Pölten plus umgebende Landschaft mit Farbe behandelt und begrünt. Wieder ist ein Stück vorbildgerechter geworden. Auch an die Oberleitung wurde gedacht, die Fundamente für die Masten wurden errichtet. Gleich daneben entstand die Oberleitungsmeisterei. Der Wagenhalle fehlt eine Seitenwand, schließlich wollen wir sehen ob und woran gearbeitet wird...

 

Abb. 40, die Oberleitungsmeisterei
Abb. 40, die Oberleitungsmeisterei

 

Unter den bestehenden Elektronikwannen wurden Lüfter eingebaut. Wir reagieren damit auf Störungsmeldungen, die anzeigen, dass an Nachmittagen manchmal die Elektronik auf Grund der hohen Temperaturen „spinnt“. Versuchsweise im Vorjahr aufgestellte Tischventilatoren behoben das Problem. Irgendwie logisch bei unserer großen Besucheranzahl und der Tatsache, dass jeder Mensch auf Grund seiner Körpertemperatur ca. 100 Watt Wärme an seine Umgebung abgibt und somit die Raumtemperatur kräftig ansteigt.

Abb. 41, fesch samma
Abb. 41, fesch samma

Wir haben auch etwas für unser Image getan: Wir präsentierten uns erstmals öffentlich einheitlich in unseren neuen schönen roten Sektions-T-Shirts. Unser Kassier hat tief in die Sektions-Kassa gegriffen und so sehr viel zu unserer Corporate Identity beige­tragen. Sowohl unsere Mitglieder als auch unsere Besucher lobten das einheitliche Erscheinungs­bild


 

2008:

 

Dass es in einem Verein mal bergauf und mal bergab geht, mussten wir zu Beginn des Jahres zur Kenntnis nehmen. Das „bergauf“ war, dass innerhalb kürzester Zeit gleich drei neue Mitglieder begrüßt werden konnten. Ein Mitglied will nur Sponsor sein und uns gelegentlich besuchen, die beiden anderen möchten aktiv die Anlage mitgestalten. Das „bergab“ war der gleichzeitige Austritt von fünf Mitgliedern. Bei dreien davon musste die Sektionsleitung wegen Zahlungsverzuges der Mitglieds­beiträge leider initiativ werden. Wir überlegten lange und sorgfältig, bevor wir diese Entscheidung fällten. Es war das erste Mal in unserer Sektionsgeschichte. Und weil ein Unglück selten alleine kommt, verletzte sich ein weiteres Mitglied so schwer, dass seine Genesung über ein halbes Jahr dauerte.

 

Wie empfindlich eine Gemeinschaft auf solche Vorgänge reagiert, bemerkten wir am Baufortschritt unserer Anlage. Er fiel sehr bescheiden aus...

Abb. 42, viel Kohle zu haben kann nie schaden
Abb. 42, viel Kohle zu haben kann nie schaden

Die Grubenbahn wurde betriebs­sicherer gemacht. Einige Gleis­abschnitte haben zwar noch immer keinen Fahrstrom, aber der Fuhrpark wurde fahrtauglich gemacht. Jede Diesellok bekam eine Schwungmasse, die Wag­gons wurden schwerer gemacht. Kleinere Probleme wurden auch beseitigt. An den „Tagen der offenen Tür“ wurde erstmals störungsfrei gefahren.


 

Im Bahnhof Mürzzuschlag wurden die Bahnsteige weiter ausgestaltet und Gleise teilweise eingeschottert. Das Gleisbett vom Bahnhof St. Pölten bekam stellenweise Farbe.

Eine Stützmauer aus Stein, ein filigranes Gerüst, eine neue Unterführung waren die Ergänzungen der Anlage gleich rechts beim Eingang.

 

Bauarbeiter? – Es ist Sonntag...!

 

Abb. 43, ein neuer Blickfang - unser Gerüst
Abb. 43, ein neuer Blickfang - unser Gerüst

 

Ein Mitglied aktivierte den von ihm gesponserten Kompressor. Jahrelang lagerte er unbenutzt und fast vergessen im hinteren Raum. Wir bekamen je einen Druckluft­anschluss mitten im Anlagenraum und einen vorne im Aufenthaltsraum. Komplettiert wurde diese Anlage mit einem Luftentwässerer, Druckventil und Verteiler. Zusätzlich wurde ein ausreichend langer Luftschlauch besorgt, um jeden Anlagenteil erreichen zu können. Eine Air-Brush-Pistole haben wir vorläufig noch nicht, wir werden aber eine kaufen. Ausschlaggebend für diese Installation war die Notwendigkeit, die Oberleitung farblich zu behandeln.

Abb. 44, "er" hat alles im Griff und ist mit sich und dem Betriebsablauf sichtlich zufrieden
Abb. 44, "er" hat alles im Griff und ist mit sich und dem Betriebsablauf sichtlich zufrieden

An den Tagen der offenen Tür hatten wir Personalprobleme, es konnte nicht jedes Fahrpult besetzt werden


 

2009:

 

Nach dem personellen Aderlass vom vorigen Jahr konnten wir uns wieder konsoli­dieren. Wir bekamen wieder zwei neue Mitglieder. Erfreulicher Weise sind beide „Strommenschen“ und verstärken ganz wesentlich den bis dahin einsam agierenden Elektroniker. Die Elektrik hinkt ja situationsbedingt immer dem Gleisbau nach. Beide kamen „zur rechten Zeit“, denn die Entwicklung der Elektronik für den Bahnhof Mürzzuschlag war ziemlich zeitgleich abgeschlossen worden. Wir kauften Elektronik­material ein und begannen sofort mit dem Bau von Printplatten, davon werden ca. 45 Stück benötigt... Parallel dazu wird an den drei dazugehörenden Pulten gearbeitet. Diese Bahnhofselektronik ist bis jetzt unser umfangreichstes Projekt.

Unser „Bautrupp“ fasste einen wahnsinnig arbeitsintensiven Beschluss: Im Bahnhof Mürzzuschlag sollen die Seilzüge zum Stellen der Flügelsignale und Weichen vorbildgetreu nachgebildet werden! Dazu wurde Literatur besorgt, um perfekt Seil­züge, Umlenkkästen und Spannwerke platzieren zu können. Ein weiterer optischer Leckerbissen auf unserer Anlage.

Abb. 45, Seilzüge und Weichenbegrenzungssteine in H0! Kein weiterer Kommentar...
Abb. 45, Seilzüge und Weichenbegrenzungssteine in H0! Kein weiterer Kommentar...
Abb. 46, bitte eine Pinzette und keinen Wind!
Abb. 46, bitte eine Pinzette und keinen Wind!

So kleine „Scheisserln“ wurden eingebaut. Zum Vergleich eine 1-Cent-Münze.


 

Die Bundesgebäudeverwaltung entschied, dass unsere Eingangstür nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entspricht und bescherte uns knapp vor Weihnachten mit einer schönen neuen Tür. Allerdings auch mit Maurerschmutz, und wir hatten schon alles gereinigt und uns für die Tage der offenen Tür vorbereitet...

 

2010:

Ein im Jahre 2008 ausgetretenes Mitglied teilte uns mit, dass es sein an unsere Sektion verliehenes Gleismaterial zurück haben möchte. Pech für uns – es war im Bahnhof Mitterkirchen eingebaut. Also musste im und um den Bahnhof alles raus, ein leeres Brett hat auch so seine Reize... Dass diese Tätigkeit auf uns zukommen wird wussten wir von Beginn an. Wir investierten damals auch nicht besonders viel Gedankengut in die Gestaltung der Gleis­anlagen, wichtig war uns ein rasches Ermöglichen eines vernünftigen Fahr­betriebes.

 

Abb. 47, ein leeres Brett, herrlich um sich gedanklich auszutoben
Abb. 47, ein leeres Brett, herrlich um sich gedanklich auszutoben

Für das neue Konzept von Mitterkirchen nahmen wir uns dann ausreichend Zeit, viele Wünsche und Notwendigkeiten wurden berücksichtigt. Letztendlich fand der Bahnhof inkl. umgebender Landschaft eine breite Zustimmung. Es soll ein Bahnhof mit fünf Gleisen und eleganten Weichenverbindungen, harmonisch in das Gelände passend, entstehen. Ebenso wollen wir ein bis zwei Anschlussgleise zu Fabriken. In der Zwischenzeit konnten wir den Unterbau an die neuen Anforderungen adaptieren und die teilweise abgeänderte Gleislage im unterirdischen Bereich durchführen.

 

Abb. 48, unser neuer Bahnhof! (Er blieb aber nicht so, doch darüber später.)
Abb. 48, unser neuer Bahnhof! (Er blieb aber nicht so, doch darüber später.)

 

Wer lange diskutiert, hat nachher weniger Zeit zum Bauen. Zu dieser überraschen­den Erkenntnis kamen wir relativ spät, sodass wir zu den Tagen der offenen Tür nur notdürftig und mit vielen Provisorien durch den neuen Bahnhof fahren konnten. Die Verbindungsbahn zwischen den beiden Anlagenseiten musste auch eingestellt werden... 

Abb. 49, Arbeit macht durstig, das sind alles Brauereifahrzeuge!
Abb. 49, Arbeit macht durstig, das sind alles Brauereifahrzeuge!

 

Die Elektroniker? Die sitzen und bauen für die Elektronik in Mürzzuschlag brav eine Leiterplatte nach der anderen.

 

 

2011:

 

Ursprünglich war geplant, den Bahnhof Mitterkirchen mit vier Hauptgleisen, sowie auf der Innenbogenseite mit zusätzlichen Güterzugsgleisen auszustatten. Zwischen den Hauptgleisen sollte ein kleines Bhf-Gebäude errichtet werden. Dies wurde im vorigen Sommer auch so beschlossen und die Gleise verlegt.

 

Ein neues Mitglied ergriff die Initiative und begann die Stadt zu planen. Wir wollen ja am Stadtrand eine kleine Brauerei mit Gleisanschluss an die Hauptbahn bauen. Gemeinsam mit dem Geländeverlauf (Berg in Richtung Semmering) haben wir einen realitätsnahen Gleisverlauf zum Bahnhof „gefunden“. Bei dieser „Wegfindung“ wurde (leider ziemlich spät) auch erstmals intensiv über den Zugsverkehr nachgedacht. Speziell über den Güterzugsverkehr!

 

Wir hatten voriges Jahr nicht bedacht, dass eine elektr. Vollbahn mit 15kV und eine elektr. Straßenbahn mit 600V betrieben wird. Für die Übergabe eines Güterwagens wären aber beide Oberleitungs-Stromsysteme auf einem Gleis notwendig, was nicht realistisch sein kann.

 

Fazit: Wir müssen die Gleisstruktur des Bahnhofes Mitterkirchen ändern. Leider!

 

 Deshalb werden die zwei Personenzuggleise in den Außenbogen verlegt, und die zwei Güterzugsgleise in den Innenbogen. Selbstverständlich können über diese Gleise auch Zugsüberholungen stattfinden. Ein fünftes Gleis, innen abzweigend, ist dann für die Bereitstellung von Güterwagen, sowie für den Güterschuppen als auch für die Straßenbahn vorgesehen. Eine ortsansässige (kleine) Rangierlok soll wetter­geschützt abgestellt werden können, wir werden ihr einen kleinen Diesellokschuppen bauen.

 

Auf der anderen Seite des Bahnhofes Mitterkirchen (Richtung Schattenbahnhöfe) wird die Ein- und Ausfahrt neu verlegt. Einige Weichenverbindungen sind nun nicht mehr nötig, dafür kommt ein kurzes Ausziehgleis für die Zugsbewegungen des Güterverkehrs dazu. (Damit wird die Hauptstrecke nicht zusätzlich blockiert.)

Abb. 50, so sieht die (vorläufige) neue Gleisanlage aus
Abb. 50, so sieht die (vorläufige) neue Gleisanlage aus
Abb. 51, ein kleiner Unfall, hoffentlich nichts Böses!
Abb. 51, ein kleiner Unfall, hoffentlich nichts Böses!

Abb. 52, endlich brauchbare Gleisanlage und keine Änderungsabsichten mehr!
Abb. 52, endlich brauchbare Gleisanlage und keine Änderungsabsichten mehr!

2012:

Ein vom Arbeitspensum sehr aktives Jahr!

 

Hoffentlich der letzte Umbau der Weichen­straße in Mitterkirchen. Wir versetzen die Ausfahrt Richtung Semmering um ca. 20 bis 30 cm. Damit soll ein versetztes Tunnelportal glaubwürdiger eingebaut und ein vor dem Einfahrtsignal wartender Zug gesehen werden können. Das ist bei Handbetrieb für die Weiterfahrt des Zuges wichtig. Gleichzeitig wird die Weichen­straße für die zu erwartenden Zugsfahrten optisch eleganter ausgelegt.

 

(vgl. Bild 50)

 


Alle Seitenwände der Anlage wurden cremefarben und ein ca. 20 bis 30 cm breiter „Sockel“ hellgrau gestrichen. Damit sind die Spanplatten endlich unsichtbar. Es schaut hübsch aus und wir erreichten damit auch einen Effekt, an den wir gar nicht gedacht hatten: Der Raum erscheint heller.

Abb. 53, der erste Anblick für unsere Besucher
Abb. 53, der erste Anblick für unsere Besucher

 

An den Seitenwänden wurden alle Abdeckungen der Eingriffsöffnungen mit Schar­nieren beweglich gemacht. Das alte, teilweise zerkratzte und gebrochene Plexiglas wurde durch ein bruchsicheres Glas ersetzt. Schön langsam wissen wir uns zu präsentieren. Möglich gemacht wurde die Investition zum Teil auch durch die freiwilligen Spenden unserer Besucher an den Tagen der offenen Tür.

Unser „Obergleisverleger“ hat mit der Verlegung der neuen Gleise im BW St Pölten begonnen. Eine Herausforderung wird sein, die Platte für die Gestaltung des Betriebswerkes herausnehmbar zu machen und dann beim Wiedereinbau exakt zu positionieren, damit die Schienen wieder ordentlich verbunden sind.

 

So ein Betriebswerk ist ein aufwendiges Projekt! Es gibt nicht nur eine stattliche Anzahl von (kurzen) Gleisen und Weichenverbindungen, sondern auch viele für ein BW nötige Ausstattungsdetails. Selbstverständlich ist die Drehscheibe der zentrale dominie­rende Blickpunkt. Wir möchten sie mit einer sog. Oberleitungsspinne ausstatten, damit auch E-Lokomotiven die Drehscheibe befahren können. Die Tore des Lokomotivschuppens möchten wir mit Hilfe von Servos automatisch öffnen und schließen können. Ich glaube, es gibt kein Mitglied, das sich über das Betriebswerk nicht freut.

Unser Kassier bezahlt nicht nur unsere Rechnungen, er gestaltet auch die Umgebung der Oberleitungsmeisterei. Einige Lichtmaste wurden gesetzt, Zäune wurden errichtet und mit dem neuen Schotter-Boy wurden und werden weiter die Ein- und Ausfahrtgleise in St. Pölten Hbf fensternah beim austauschbarem Teil (Zirkus) sowie die Abstellgleise gleich rechts vom Eingang eingeschottert. Auch der Bahndamm wurde begrünt und bepflanzt.

 

Abb. 54, Betriebswerk in der Anfangsphase
Abb. 54, Betriebswerk in der Anfangsphase
Abb. 55, unser neuer Schotterboy
Abb. 55, unser neuer Schotterboy

 

Weiters ist unser Kassier beim Abpausen der Gleislage im Bahnhof St. Pölten beteiligt. Diese Arbeit muss jetzt durchgeführt werden, bevor Unebenheiten (z.B. Bahnsteige, Signale etc.) eingebaut werden. Wir benötigen diese Unterlagen der exakten Gleislage, um später die Oberleitung planen zu können...

Der Bau der Baustelle auf der kleinen Paradestrecke, gleich beim Eingang rechts, schreitet dank unseres Chefs und seines Unterstützers voran. Beide haben fast im Fünf-Minuten-Takt Ideen für die Gestaltung.

Abb. 56, Erneuerung der Betonwand
Abb. 56, Erneuerung der Betonwand

 

Das erste Element zeigt die fertige Betonwand, das zweite die noch stehende Schalung. Es wird noch mit einer Betonpumpe Beton eingefüllt, deshalb ragt auch die Armierung noch über das Gerüst. Beim dritten Element ist bereits das Fundament vorbereitet, beim vierten wird es erst vorbereitet. Arbeiter werden auch einmal kommen...

 

Einige Wochen später, annähernd fertig, sieht es so aus:

Abb. 57, fertige Baustelle
Abb. 57, fertige Baustelle

 

Zuletzt noch zu den beiden Elektronikern: Der eine lötet wie besessen. Einmal sind es Leiterplatten eines neuen, zugekauften Systems zur Ansteuerung von Weichen­antrieben via Servomotoren, ein anderes Mal Leiterplatten, die der andere in nächster Zeit für Mürzzuschlag benötigen wird.

 

Und der andere Elektroniker? Der baut – vorwiegend daheim – eine Leiterplatte nach der anderen. So nebenbei besorgte er von einen Ex-Mitglied Häuser-Bausätze von Auhagen plus Gießformen für Hauswände zu einem günstigen Preis. Oder er ärgert sich darüber, dass der Liefertermin für die Frontplatten von der Fa. Svoboda schon zum 4. Mal verschoben wurde. Er möchte sie schon beschriften, montieren und verdrahten! Zusätzlich schreibt er Verdrahtungslisten für Mürzzuschlag und Mitterkirchen. Der Ausdruck „langweilig“ ist ihm fremd!

 

 

 

2013:

 

Ende Jänner wurde der Vorstand neu gewählt. Eigentlich hätten wir das schon 2012 durchführen müssen, aber wir alle haben darauf vergessen!

 

Dr. Ingo Hanke wurde erwartungsgemäß wieder in seiner Funktion bestätigt. Einige Posten wurden neu besetzt, im Großen und Ganzen blieb die Mannschaft unverändert. Ausdrücklich festgehalten wird, dass jedes Ausscheiden aus dem Vorstand auf Wunsch des Mitgliedes erfolgte und die Wieder- bzw. Neuwahl der Vorstandsmitglieder ausnahmslos einstimmig erfolgte.

 

Die Mitgliedszahl ist nach der großen Austrittswelle 2008 wieder steigend, wir gewinnen jedes Jahr neue Mitglieder und sind auf 29 angestiegen (alphabetisch):

 

Ing. Günter Draxler, Josef Fajtl, Johannes Friz, Martin Frühwirt, Dr. Markus Goller, Manfred Gotsch, Obst i. R. Franz Grabenhofer, Ing. Christoph Hadek, Herbert Hadek, Dr. Ingo Hanke, Wolfgang Hikl, Norbert Hirschl, Wolfgang Hofkirchner, Ernst Horn, Kurt Hufnagl, Ing. Helmut Izaak, Walter Koppensteiner, Dr. Wolfgang Krempl, Ing. Wolfgang Länger, Heribert Lanzhotsky, Wolfgang Malecik, Robert Morawetz, Franz Pittner, Josef Rauch, Dipl.-Ing. Johann Sonnleitner, Franz Trauner, Dr. Helmut Uschold, Michael Wassibauer, Ronald Weinzettl

 

 

 

Im Aufenthaltsraum bildete sich neben einem Fenster ein hässlicher Spalt mit Wasserflecken. Wir erneuerten Dichtungen, verspachtelten den Spalt und strichen die Wand. So haben wir wieder einen ansehlichen Aufenthaltsraum. Danke den Mitarbeitern.

 

Abb. 58, der Bauzug fährt nach getaner Arbeit heim
Abb. 58, der Bauzug fährt nach getaner Arbeit heim

Wir hatten wegen Temperatur­schwankungen eine Gleisüber-höhung auf der langen Parade­strecke.

Ein Bauzug war rasch zur Stelle und korrigierte die gefährliche Gleislage.


 

„Nichts ist so beständig wie der Wandel.” Ob Heraklit von Ephesus (etwa 540 - 480 v. Chr.) schon wusste, dass uns eines Tages unsere Trisannabrücke nicht mehr gefallen wird können wir nicht mit Sicherheit behaupten. Es gibt nirgendwo Aufzeichnungen. Ist aber egal. Sicher ist, dass sich die Technik und auch wir Modellbauer (zumindest in unseren Ansprüchen) weiter entwickeln.

 

Abb. 59, ein letzter Blick auf die Trisannabrücke
Abb. 59, ein letzter Blick auf die Trisannabrücke

Deshalb demontieren wir noch im Jänner die bestehende Trisannabrücke. Schwer ist uns die Entscheidung nicht gefallen, wir hätten sie auf alle Fälle restaurieren müssen.


 

Wir haben von einem Mitglied zwei neue, schöne und filigrane Messingbrücken geschenkt bekommen. Nach Überlegungen und Stellproben betreffend den Übergang auf das Gelände kauften wir noch eine dazu passende kurze Brücke, eine sog. Vorflutbrücke. Wir halbierten sie, und setzten die vier Brücken vorbildmöglich zusammen. Somit schaut die Brücke in unserer Umgebung glaubwürdig aus.

 

Und weil wir schon dort gearbeitet haben, wurde gleich die Seeoberfläche renoviert und die Hochspannungsleitung eingefädelt. Sie soll Energie in die nahe Stadt Mitterkirchen liefern.

 

Abb. 60, die neue Brücke aus Messing
Abb. 60, die neue Brücke aus Messing

Die neue Brücke wirkt wegen ihrer Größe wuchtig, aber auch gleichzeitig wegen ihres „Durch­blickes“ zierlich. Die Brücke gewährt nun eine bessere Sicht auf das Kraftwerk, den See und auf den kurzen Schienenver­lauf dahinter zum Alpenbahnhof.


 

So sieht unsere Zugsförderung im Bahnhof St. Pölten zurzeit aus. Die Gleis­verbindungen liegen, ev. sind noch geringe Korrekturen nötig, der Ringlokschuppen ist bis auf die Inneneinrichtung fertig gebaut, der Langlokschuppen ist im Rohbau.

 

Abb. 61, unsere große Zugförderung
Abb. 61, unsere große Zugförderung

Die Eingangstore werden mit einem Servo bedient. Wir wollen sogar das „Nachwackeln“ der Türflügel berück­sichtigen.


 

Aufmerksame Leser wissen bereits: Die Drehscheibe wird mit einer „Oberleitungs­spinne“ ausgerüstet werden, und - und - und… Wir wissen, dass hier noch viel Arbeit auf uns wartet, aber davon träumen ist erlaubt und auch schön!

Abb. 62, Straßenbahnschienen
Abb. 62, Straßenbahnschienen

Das sind die ersten Gleise unserer Straßenbahn.

Dass die Pflasterung zwischen den Schienen nur bedruckt ist und kein Relief hat, ist ab ca. 50cm Entfernung nicht mehr erkennbar.


 

Dass die Inbetriebnahme der Elektronik von Mürzzuschlag keine Arbeit „für Zwischendurch“ werden wird, wussten wir. Aber solche massiven Schwierigkeiten hatten wir noch nie! Der Gleisschotter und die „Alterung“ verursachten eine dauerhafte elektrische Verbindung zwischen den Gleisen! Diese Verbindung störte das elektrische Provisorium nicht, es floss halt ständig ein kleiner Strom, aber die Elektronik konnte damit nicht umgehen. Ein ständig fließender Strom bedeutet für die neue Elektronik, dass das Gleis von einer Lokomotive belegt ist! Somit war kein Blockstellenbetrieb möglich, der Zugverkehr stand still.

 

Die einzige Lösungsmöglichkeit war, das Gleis samt Schotterung zu entfernen und durch ein neues zu ersetzen. Und das Anfang November, die Nervosität nahm zu…!

 

Unsere Besucher erlebten wie die Züge durch den Bahnhof fuhren und ahnten nichts von unserer Misere. Danke dem außerordentlichen Einsatz einiger Mitglieder.

 

Fast unbemerkt von allen anderen Mitgliedern baute ein Mitglied das Bahnhofs­gebäude von Mürzzuschlag. Weil dort die Platzverhältnisse so beengt sind, kam er auf die Idee das Gebäude zu halbieren! Somit gewährt uns dieser Trick einen Einblick über das Innenleben. Eine geniale Idee aus der Not einen Blickfang - oder wie unsere nördlichen Nachbarn sagen: einen Hingucker - zu bauen.

 

Abb. 63, der "halbe, offene Bahnhof" von der Besucherseite
Abb. 63, der "halbe, offene Bahnhof" von der Besucherseite
Abb. 64, die andere Hälfte vom Bahnsteig aus betrachtet
Abb. 64, die andere Hälfte vom Bahnsteig aus betrachtet

 

2014:

 

 

 

Wir beschlossen die postale Aktion zu nutzen und bestellten einen Internet-Anschluss zu ca. 18,-- oder 19,-- € pro Monat. Zwei Mitglieder zogen das Internet-Kabel von irgendwo in unseren Clubraum. Wir sind gespannt, wie sich unser Surf­verhalten entwickeln wird und wann die Homepage erstellt wird. So unser ursprünglicher Plan. Wir haben nicht mit der Initiative eines Mitgliedes gerechnet.

 

So „flugs“ während einer Nacht wurde die Basis für eine Facebook-Seite erstellt. Sie wird laufend betreut, sie lebt, sie bietet ständig neue Texte, Fotos und Videos. Auch wenn für uns Insider einige Informationen knapp neben der Wahrheit angesiedelt sind, bei unseren „Konsumenten“ ist unsere Seite sehr beliebt. Die Zahl der „Gefällt mir“ steigt stetig.

 

Unsere Adresse: www.facebook.com/Polizeimodellbahn.

 

Dieser Erfolg ist auch der Grund, weshalb die Erstellung einer Home-Page auf unbestimmte Zeit zurückgestellt wurde.

Die traurige Nachricht über das Ableben unseres Gründungs­mitgliedes Heribert Lanzhotsky erreichte uns am 3. Juli 2014. Heribert wurde 87 Jahre. Voriges Jahr, am 18. Dezember 2013, besuchte uns Heribert zum letzten Mal. Seine Mobilität war sehr eingeschränkt, aber seine Augen strahlten, als er unsere/seine Anlage sah.

 

Auf jede Einladung, jedes Protokoll, jedes Mail antwortete Heribert und zeigte so sein Interesse und seine Verbundenheit.

 

Jetzt hat er sicher seinen eigenen Zug und fährt 1. Klasse.

 


 

Wir bauen einige Häuser zusammen. Einiges wird schief, und nach und nach kristallisieren sich auch unsere Vorstellungen heraus. Wir sehen unsere Schwächen, wir lernen. Einige Häuser sind unbrauchbar. Wir müssen lernen, hohe Anforderungen zu erfüllen. Die Häuser und auch die anderen Bauwerke sind jetzt alle in Augenhöhe des Betrachters positioniert. Die Häuser stehen nicht mehr 5m weit im Hintergrund… Und so haben wir bis jetzt noch keine gezielten Tätigkeiten für eine konkrete Hausbeleuchtung gesetzt. Es fehlen konkrete Boxen z.B. für ein Stiegenhaus oder Wohnzimmer, sowie elektrische Versuche mit LEDs bezüglich Farbe (weiß ist nicht gleich weiß) und Leuchtstärke. Selbst diese Entscheidungen sind für uns zu riskant und die Verantwortung will hier niemand übernehmen. Dabei gibt es ja nichts zu riskieren! Wer vermag zu behaupten, dass gerade dieses Stiegenhaus in Wirklichkeit nicht so beleuchtet ist/war? Leider erkennen jetzt auch einige Mitglieder, dass sie keine ausgeprägten feinmotorischen Fähigkeiten in den Händen besitzen…

 

Ein Bastelprofi zeigt uns den Innenausbau bei den Häusern wie es gehen könnte. Er baut Zimmerboxen, Ladeneinrichtungen, konstruiert Schiebeklappen zur Befestigung von LED’s. Sie sind in ihrer Position fixiert, man kann sie aber bei Bedarf tauschen. Einfache, aber geniale Lösungen werden uns gezeigt. Die Latte, die uns da gelegt wird, liegt hoch. Hoffentlich nicht zu hoch für uns.

 

 

 

Abb. 65, Brauerei in Mitterkirchen
Abb. 65, Brauerei in Mitterkirchen

 

Dank des unermüdlichen Ein­satzes und grenzenlosen Durstes unseres Chefs geht es auch bei der Brauerei zügig weiter.

 

Wir kauften handgefertigte Gär­türme, sog. Outdoor-Tanks zu.

Für die Fahrzeuge und Stadt­werbung werden wir ein eigenes Brauerei-Logo entwerfen.


 

Und über die Bahnhofselektronik gibt es nichts zu berichten?

 

Doch, aber leider nichts Gutes! Vielleicht kann sich das eine oder andere Mitglied noch an die Gleistauschaktion im November 2013 erinnern. Damals schafften wir mit einer „Hau-Ruck-Aktion“ das Unmögliche, nämlich dass an den Tagen der offenen Tür 2013 durch den Bahnhof gefahren werden konnte.

 

Auch danach schien alles wie am Schnürl abzulaufen. Mit jedem Arbeitstag wurde ein Gleis mehr fahrstrommäßig versorgt, wurde eine Fahrstraße nach der anderen getestet, wurde die Weichenrückmeldungen installiert etc. Die linke Bahnhofsseite war elektronisch fast fertig, es wurden schon Aktivitäten für die rechte Bahnhofsseite vorbereitet, Weichenverdrahtungen überprüft etc. Und plötzlich kam der alte Fehler vom Vorjahr wieder zurück. Die Durchfahrtsgleise waren ständig belegt, das glaubte die Blocklogik, und ließ keine Fahrten zu. Ab September der gleiche Fehler wie 2013!

Abb. 66, jetzt aber gründlich entfernen...
Abb. 66, jetzt aber gründlich entfernen...

Am 5. November haben unsere zwei Elektroniker mit einen Ohmmeter die Gleisbesetzt-anzeigen unter­sucht. Auch unser Baustellen-Koordinator hat uns denken geholfen. Wir haben bewiesen, dass der Fehler eindeutig vom Gleisunterbau verursacht wird. Sogleich wurden versuchsweise Teile vom Gleis 2 inclusive Unterbau entfernt. Die neuerlichen Messungen bestätigten unsere Überlegungen, so­dass alle Gleise 1 bis 3 sowie deren Unterbau entfernt wurden.


 

Es verursachte nicht nur der Schotter mit dem Originalrost auf und unter der Schiene eine Verbindung, sondern auch an der Oberfläche der Unterlage entstand Strom­fluss! Voriges Jahr haben wir den Unterbau leider liegen gelassen…

Abb. 67, hier schön zu sehen: die neue Unterlage
Abb. 67, hier schön zu sehen: die neue Unterlage

 

Am 19. November ist die Fahrspannungs­versorgung wieder an die Gleise angelötet, wir fahren wieder! Zu Beginn gibt es noch einige Funktionsstörungen der Blockelektronik weil die (anderen) Gleise sehr verschmutzt sind.

 

Geschafft! Die Besucher können kommen!

 

Danke an die vielen fleißigen, hilfreichen Kollegen!

 

Hoffentlich können wir Ende 2015 von Mürz­zuschlag anderes als wieder über Gleistausch berichten.


Abschließend gibt es noch sehr Erfreuliches zu berichten.

 

Unsere Besucherzahlen an den Tagen der offenen Tür, zu denen wir traditionell vor Weihnachten einladen, erreichten heuer mit 772 Personen den zweithöchsten Stand seit wir die statistische Besuchserfassung durchführen. Ob wir diese Besucherzahlen halten können wird sich weisen. Am 24.12. standen einige Streckenabschnitte wegen Personalmangels still. Kein Renommee für uns…

 

Abb. 68, uns macht es Spaß! Auffallend, dass grau bei der Haarfarbe überwiegt...
Abb. 68, uns macht es Spaß! Auffallend, dass grau bei der Haarfarbe überwiegt...